Was ist Dialyse?

Bei der Dialyse (griechisch: "Auflösung") wird Blut durch eine hauchdünne Membran in engen Kontakt zu Wasser gebracht, daher auch der Ausdruck "Blutwäsche". Da die Membran Poren enthält, können im Blut gelöste Stoffe und damit auch Giftstoffe durch das Prinzip der Diffusion auf die Wasserseite übertreten. Damit auf diese Weise dem Körper nur Giftstoffe und möglichst keine wichtigen Blutbestandteile entzogen werden, enthält das Wasser, die so genannte Dialysierflüssigkeit, Salze und Glucose in der natürlichen Konzentration des Blutes.

Die weltweit erste Dialysebehandlung wurde im Jahr 1924 durch Georg Haas in Gießen durchgeführt. Er veröffentlichte die Beschreibung des Verfahrens im Jahre 1925 in der Klinischen Wochenschrift. In den letzten Jahrzehnten hat die technische Entwicklung rasante Fortschritte gemacht, so dass heute die Dialysebehandlung ein Standardverfahren für Patienten aller Altergruppen ist.

Wir Ärztinnen und Ärzte der Gemeinschaftspraxis betreuen viele Dialysepatienten. Dies bedeutet nicht nur die Verordnung und Begleitung der Dialysebehandlung. Vielmehr gilt es, durch eine umfassende medizinische Betreuung, die z.B. den Ausgleich einer Blutarmut oder die Kontrolle des Knochen- und Phosphatstoffechsels beinhaltet, die Gesundheit und Lebensqualität unserer Patienten langfristig zu erhalten.


zurück 
Wie viele Dialysepatienten gibt es in Deutschland?

Über 60.000 Menschen müssen in Deutschland regelmäßig mit der Dialyse behandelt werden, rund 25.000 Menschen leben mit einem funktionierenden Nierentransplantat. Über 30% aller Patienten, die erstmals dialysiert werden, sind Diabetiker. Gerade die Zahl älterer Patienten mit vielen Begleiterkrankungen nimmt zu.
Als Internisten, Nephrologen und Diabetologen kümmern wir uns im Team um Ihre Gesundheit.